Presseveröffentlichungen

20.06.2011

Köln Nachrichten - Umzüge: Nicht jeder gibt seine neue Adresse an

Das Beratungsunternehmen Supercheck hat sich mit dem Umzugsverhalten der Deutschen beschäftigt. Trotz hoher Regelungsdichte und überwiegender Gesetzeskonformität und –loyalität seiner Bürgerinnen und Bürger lässt das Meldeverhalten der Menschen nach einem Umzug zu wünschen übrig. Das haben die Experten von Supercheck anhand von bundesweit vier Millionen so genannter Adress-Ermittlungen nachvollziehen können. Lediglich im Freistaat Bayern zeigt die Karte eine helle Färbung. Dafür aber sind andere Bundesländern in tiefdunkelrot markiert. Übersetzt in eine konkrete Aussage bedeutet das: Nur im Freistaat bezeichnen die Experten des Marktforschers die Ergebnisse als „korrekt“, in allen Bundesländern sind sie bisweilen sogar „problematisch“.

Etwa neun Millionen Menschen ziehen nach Angaben des Statistischen Bundesamtes Destatis jährlich um. Viele Bürger geben den Wohnortwechsel bei den Unternehmen, mit denen sie in geschäftlicher Beziehung stehen, nicht an. In der Folge können Rechnungen oder Mahnungen nicht zugestellt werden und Forderungen nicht eingetrieben werden. Ein wirtschaftlicher Schaden für die Unternehmen droht. Eine Adress-Ermittlung ist unumgänglich, wie die Autoren dieser Markterhebung betonten. Im vergangenen Jahr benutzten die Researcher der Supercheck GmbH rund vier Millionen Aufträge von Adress-Ermittlungen. Die Studie ist folgerichtig eine Premiere für das Unternehmen. Dabei stellten die Marktforscher zudem deutliche regionale Unterschiede fest. Eher unrühmlich ist die Entwicklung im bevölkerungsreichsten Bundesland. Hier stellten die Ermittler im vergangenen Jahr den deutlichsten Anstieg an Adress-Ermittlungen. Auch in absoluten Zahlen liegt NRW weit vorne, zumal die südlichen Bundesländer Bayern und Baden-Württemberg eher gut abschneiden.

Ein anderes, möglicherweise realistischeres Bild über die Meldemoral der Deutschen ist das Verhältnis von Adress-Ermittlungen und Gesamtbevölkerungszahl. Hier liegt die Bundeshauptstadt Berlin mit 8457 Fällen pro 100.000 Einwohner einsam an der Spitze. Nordrhein-Westfalen liegt zwar an vierter Stelle mit 6706 Fällen pro 100.000 Einwohner. Innerhalb der „Flächenstaaten“ war NRW führend, da auf den Rängen zwei und drei mit Bremen (7493) und Hamburg (7311) zwei weitere Stadtstaaten folgen. Fast macht es den Eindruck, dass vor allem in Städten die Bereitschaft, sich bei einem Umzug auch ordnungsgemäß umzumelden und dies mitzuteilen, eher gering ausgeprägt ist. Bayern liegt hier mit 3457 Fällen pro 100.000 Einwohner auf dem letzten Platz. Im Bundesdurchschnitt stellten die Autoren der Studie 5333 Fälle pro 100.000 Einwohner fest. "Wenn unbekannt verzogene Kunden zum ernsten Problem für Firmen werden können, müssen firmenintern vorbeugende Maßnahmen getroffen werden", erklärte Michael Basler, Geschäftsführer von Supercheck. Die Adressqualität ist dabei in der Tat ein durchgängiges Problem. Dabei gilt der Grundsatz: „Je älter die Adresse, desto schwieriger die Recherche“.

Die Supercheck GmbH in Köln ist ein Tochterunternehmen der Bürgel Gruppe und einer der führenden Ermittlungsdienstleister Europas im Bereich der Adress-Ermittlung von unbekannt verzogenen Kunden und Schuldnern. Supercheck ermittelt jährlich über sechs Millionen Anschriften und Auskünfte für über 20.000 Unternehmen.